Hilfe bei psychischen Erkrankungen

Hilfe in Not- und Krisensituationen

Sie befinden sich in einer psychischen Krise oder sind von einer psychischen Erkrankung betroffen. Oder ein Mensch aus Ihrem Umfeld ist in einer psychischen Not- und Krisensituation. Dann bietet das Sozialpsychiatrische Zentrum Hilfe, genauer gesagt der Ambulant Aufsuchende Dienst.

Angebot des Ambulant Aufsuchenden Dienstes:

  •  Krisenintervention
  •  Erste Hilfe für Betroffene und Angehörige
  •  Begleitung durch schwierige Lebenskrisen
  •  Hilfen zur Vorbereitung der Rückkehr aus der Psychiatrischen Klinik nach Hause
  •  Beratung zum Umgang mit der Erkrankung
  •  Vermittlung ärztlicher, therapeutischer und sozialer Hilfen
  •  Unterstützung bei Behördenangelegenheiten
  •  Pflichtversorgung nach PsychKG

Wir sind erreichbar:

02241806013

02241 7 25 25

Berater*innen:

Miriam Madelung, Telefon 02241 806 013, E-Mail

Nikolaus Bommert, Telefon 02241 806 013, E-Mail

Teilhaben am Leben in Gemeinschaft

Menschen, die dauerhaft an einer psychischen Erkrankung leiden und deshalb in ihrem Alltag beeinträchtigt sind, können Hilfen nach dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) beantragen. Das Sozialpsychiatrische Zentrum (SPZ) bietet unterschiedliche und bedarfsorientierte Hilfen an und unterstützt bei der Antragstellung.

Grundlagen der gemeinsamen Arbeit sind die individuellen Wünsche und Ziele im Zusammenleben in der Gemeinschaft.

Weitere Angebote

  • • Ein Leben außerhalb von Heim und Klinik in der eigenen Wohnung

    • Begleitung beim Umgang mit der psychischen Erkrankung

    • Hilfe bei der Bewältigung von Krisen

    • Hinführung zu größerer Selbständigkeit und Handlungskompetenz

    • Hilfe bei der Bewältigung von Alltagsproblemen

    • Unterstützung bei Tagesstruktur und Freizeitgestaltung

    • Beratung und Übung bei der Gestaltung sozialer Beziehungen

    • Professionelle Hilfe, Beratung und Begleitung (Behörden, Arztbesuche etc.)

    • Vertrauensvoller und respektvoller Umgang mit einer festen Bezugsperson

Tagesstrukturierende Hilfen

Tagesstrukturierende Hilfen

  • Den Tag sinnvoll gestalten

    Die Tagesstätte im Sozialpsychiatrischen Zentrum (SPZ) in Troisdorf ist ein Angebot für Menschen mit psychischen Behinderungen, für die ohne dieses Angebot der langfristige Aufenthalt in einer Klinik oder einem Heim notwendig wäre, die mit den Anforderungen in einer Werkstatt für psychisch behinderte Menschen bzw. einer vergleichbaren Tätigkeit (noch) überfordert sind. Offene, ambulante Kontaktstellenangebote reichen diesen Menschen nicht aus.

    Das Programm der Tagesstätte gibt dem Tag eine Struktur. Die Besucher*innen können in unterschiedlichen und regelmäßigen Gruppen tätig werden. Dazu gehören die Bereiche Werken, Hauswirtschaft, Kreativität, Hausmeistertätigkeiten, Freizeit und Bewegung.

    Die Räumlichkeiten der Tagesstätte sind einladend hell und freundlich gestaltet. Die Fachkräfte legen Wert auf einem respektvollen, wertschätzenden Umgang miteinander in annehmender Atmosphäre. Die Besucher*innen bekommen den Schutz, den sie benötigen. Gleichzeitig fördern und fordern die Mitarbeitenden die Besucher*innen individuell nach ihren Zielen und Möglichkeiten.

  • Erste Informationen und Hilfen bei Mitarbeitenden der Tagesstätte des SPZ Troisdorf:

    Erstgespräch: Terminvergabe über Telefon 02241 805 038

    • Informationen zu Rahmenbedingungen der Tagesstätte

    • Inhaltliche Klärung, ob eine Aufnahme in die Tagesstäte möglich und sinnvoll ist

    • Beantwortung Ihrer Fragen

    • Vereinbarung eines Probetages („Schnuppertag“)

    • Intensive Unterstützung bei einem möglichen Antrag zur Aufnahme in die Tagesstätte

    Die Hilfen in der Tagesstätte sind Leistungen nach dem Sozialhilferecht / Eingliederungshilfe. Das bedeutet, dass es einen Rechtsanspruch darauf gibt, wenn die inhaltliche Voraussetzung vorliegt. Über die Voraussetzungen informieren wir Sie gerne im Gespräch. Der Hilfebedarf wird in Form eines individuellen Hilfeplans miteinander erarbeitet und vom Facharzt in einem Formblatt bestätigt.

    Die Finanzierung der Hilfen hängt vom Einkommen ab. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) übernimmt die Kosten, wenn Ihr Einkommen und Vermögen unter festgelegten Grenzen liegt. Auch darüber informieren wir Sie gerne.

    Wir helfen und unterstützen Sie gerne bei einer möglichen Antragstellung.

Anja Bertram & Norbert Reuter

02241 805 244 & 02241 805 238

02241 725 25

Treffpunkte und Freizeitangebote

Kontaktstelle Café im SPZ Troisdorf

Leute treffen sich, sie spielen zusammen, lachen miteinander und nehmen am Leben teil – auch mit einer psychischen Erkrankung.

Im Café des Sozialpsychiatrischen Zentrums (SPZ) in Troisdorf können sie in einer ungezwungenen und entspannten Umgebung Zeitung lesen, Radio hören, Beratungsgespräche führen oder an Ausflügen sowie sonstigen Freizeitaktivitäten teilnehmen.

Café im SPZ Troisdorf als Anlaufstelle

  • Zu festen Öffnungszeiten können sie auch ohne vorherige Anmeldung vorbeikommen. Sie müssen Ihren Namen nicht nennen. Regelmäßige Besucher*innen bieten zusätzliche eine ganze Reihe zusätzlicher Öffnungszeiten an, die Selbstverwalteten Öffnungszeiten (SVÖ).
    Freizeitaktivitäten gibt es regelmäßig. Angebote werden im SPZ und hier auf der Homepage veröffentlicht.

    Das Café ist eine gute Anlaufstelle für einen ersten Kontakt und um Informationen zu den Hilfeangeboten des SPZ einzuholen. Gerne vermitteln die Mitarbeitenden aus dem Café an diese anderen Angebote.

    Wir freuen uns auf sie!

    Unsere Öffnungszeiten:

    • montags, 15 bis 17 Uhr, SPZ Troisdorf, für orientierte Senioren (Anmeldung erforderlich)

    • mittwochs, 14.30 bis 18 Uhr, SPZ Troisdorf

    • freitags, 9 bis 12 Uhr, Evangelische Emmauskirche, Niederkassel-Ranzel, Kopernikusstraße 2 (Fahrdienst ab SPZ Troisdorf nach Anmeldung möglich)

    • samstags, 15 bis 17 Uhr, SPZ Troisdorf

    • wochentags und am Wochenende nach Absprache selbstverwaltete Öffnungszeiten, SPZ Troisdorf

    • Aktionstage (unterschiedliche Wochentage): regelmäßig mit wechselndem Programm

 

 

Hilfen für Angehörige

Ist ein Familien­mitglied psychisch krank, belastet das auch die Angehörigen sehr. Immerhin leidet im Laufe eines Jahres jeder dritte Deutsche zumindest zeit­weise an einer psychischen Erkrankung, beispiels­weise einer Angst­störung oder Depression.
Angehörige erleben die Auswirkungen der Erkrankung haut­nah mit. Nicht selten führen Überlastung und Überforderungen zur Entwicklung eigener Krankheitssymptome.

Häufig ist es für Angehörige schwierig Rat und Hilfe zu finden, da psychische Erkrankungen nach wie vor ein Tabu sind. Dazu kommt, dass Betroffene nicht immer bereit sind sich helfen und fachärztlich behandeln zu lassen. Viele Angehörige schämen sich über das Thema zu sprechen und quälen sich mit eigenen Schuldgefühlen.