Barkot Hansamo mit seiner Mutter Hanna. Foto: Jeremie Niyiguha

Eine Geschichte über Hoffnung und Dank

von DW Redaktion

23.12.2025

Als Hanna Hansamo zwei Wochen vor Weihnachten zusammen mit ihrem 9-jährigen Sohn Barkot in Deutschland ankam, brachte sie nicht nur Reisedokumente mit, sondern auch die Hoffnung auf eine rettende OP.


Nun sieht alles danach aus, dass sich die Hoffnung erfüllt. Mutter und Sohn kommen aus Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens. Bei Barkot, der sich als Kind komplett normal entwickelt hat, traten vor fünf Jahren Probleme auf. Schließlich wurde ein Tumor diagnostiziert. Eine Operation allerdings war im Heimatland nicht möglich.

Bevor sie nach Deutschland kamen, hat Hanna Hansamo ihr Haus verkauft und so eine erste und bald auch eine zweite OP in der Türkei finanziert. Leider kamen beide Male die Symptome bald zurück. Die ausgebildete Krankenschwester und Master-Absolventin in Sozialer Arbeit gab aber nicht auf. Sie googelte weiter, sammelte in ihrem Umfeld Spenden, wurde – auch dank einer Verwandten, die hier lebt – schließlich in Deutschland fündig.

Das alles erzählt Hanna Hansamo in der Kinderklinik in Sankt Augustin, die die dritte und nunmehr erfolgreiche OP von Barkot ermöglichte. Sie ist voller Dankbarkeit gegenüber der Klinik für eine medizinische Behandlung, die sie niemals hätte stemmen können. Die Unterkunft für Barkot und sie vor und nach dem Klinikaufenthalt verdankt sie dem Ronald McDonald-Haus in Sankt Augustin.

Und dann dankt sie auch noch zwei hilfreichen Seelen aus evangelischer Kirche und Diakonie: Brahim Elhajoui von der Diakonie An Sieg und Rhein war derjenige, der ihr als einziger per Mail antwortete und Hilfen vermittelte. Wichtige Unterstützung gab und gibt Klinikseelsorgerin Janina Haufe vom Evangelischen Kirchenkreis An Sieg und Rhein.

Jetzt, acht Tage nach der OP, erholt sich Barkot weiter von dem Eingriff. „Er wird wieder zur Schule gehen können“, sagt seine Mutter glücklich. Eine Nachuntersuchung steht noch aus, aber sie ist zuversichtlich, dass ihr Sohn nun komplett gesund wird. Überwältigt von der Hilfsbereitschaft, die sie erfahren habe, sagt sie: „Wenn ich jemals die Möglichkeit habe, möchte ich Menschen mit ähnlichen Problemen unterstützen – so wie ich unterstützt wurde.“

Jeremie Niyiguha / Anna Neumann