Türen öffnen, Menschen willkommen heißen

24.04.20
Willkommensheißerin: Beyza Ari

So war es vor Corona, und so wird es auch wieder sein; in Erinnerung wird es ohnehin bleiben: „Besonders viel Spaß macht mir die Betreuung der Kinder in der Flüchtlingsunterkunft, sie sind immer so glücklich wenn sie mich sehen und zeigen das auch. Ich bringe ihnen Dinge bei, die sie später für die Schule brauchen werden, dafür sind sie mir sehr dankbar“, sagt sie und lächelt dabei. Beyza Ari, 18 Jahre, macht seit Mitte September 2019 ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Zeitraum – dem Evangelischen Zentrum für Diakonie und Bildung in Siegburg. Nach ihrem Fachabitur war es ihr wichtig, praktische Erfahrungen zu sammeln und verschiedene Tätigkeitsfelder im sozialen Bereich kennenzulernen.

Beyza Ari lernte durch die Arbeit ihrer Mutter schon früh den Umgang mit Menschen im sozialen Bereich kennen. Ihre Mutter engagierte sich ehrenamtlich und in ihrer Gemeinde in Troisdorf. Beyza Ari wollte das auch und ist heute selbst in der Jugendgruppe der Moscheegemeinde Islamische Union und Umgebung in Troisdorf tätig. „Sich zu engagieren ist für mich normal, eine Selbstverständlichkeit geworden“, sagt sie. Ihre Eltern stammen ursprünglich aus der Türkei, Beyza Ari und ihre drei älteren Brüder sind in Deutschland geboren und aufgewachsen.

„Schaffe ich das?“ Das war die Frage, die sich Beyza zu Beginn ihres FSJ‘s stellte. Heute weiß sie: „Ja, es ist gar nicht so schwer.“ Sie lernt die verschiedenen Aufgaben kennen. „Es war absolut die richtige Entscheidung und ich kann es jedem empfehlen, der später im sozialen Dienst arbeiten möchte“, betont sie heute. Ein FSJ wird auch in Zukunft weiterhin im Zeitraum möglich sein.

"Sie ist unsere Willkommensheißerin"

Beyza Ari unterstützt in der Woche die Arbeit im Betreuungsverein, in der Flüchtlingsunterkunft und Flüchtlingsberatung, führt Gespräche mit Menschen aus dem Näh- und Stricktreff oder hilft mit in der Allgemeinen Sozialberatung und der Migrationsberatung. „Sie ist unsere Willkommensheißerin“, sagt Michaela Teigelmeister, Fachbereichsleiterin Offene Sozialarbeit. „Beyza Ari bringt vieles mit. Ihre Aufgaben meistert sie großartig, reagiert ganz individuell auf jeden, der da kommt.“

auch sie selbst fühlt sich sichtlich wohl. „Ich bekomme das Gefühl etwas erreicht zu haben, etwas zu bewegen." Sie bekommt verschiedene Einblicke in die Sozialarbeit, Ideen von rechtlichen und gesetzlichen Regelungen und erste Eindrücke in Prozesse sowie organisatorische Strukturen.

Beyza Ari hat für sich erkannt, dass die Arbeit mit Menschen für sie das Richtige ist. Wohin es sie allerdings genau hinführt, steht noch nicht fest. Etwas Gutes tun, anderen Menschen zu helfen, dass ist das,  was sie möchte und sie glücklich macht.

Aktuell wird Beyza Ari ab Montag Mundschutze nähen.

                                                                                  Porträt: Sophie Schmitz

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