Synode stellt Weichen für Zukunft des Kirchenkreises

12.06.18
Die Sommersynode findet am Samstag, 16. Juni 2018, um 9 Uhr in Windeck-Herchen statt. (v.l.: Sarala Hackenberg, Almut van Niekerk, Dr. Benjamin Härte)

Wie viele Pfarrerinnen und Pfarrer wird es in Zukunft noch im Kirchenkreis geben? Und wie sieht die Zukunft der Kindertagesstätten in den Gemeinden der Region aus? Unter anderem diese Themen stehen auf der Tagesordnung der Frühjahrssynode des Kirchenkreises An Sieg und Rhein (ekasur) am Samstag, 16. Juni 2018, 10.30 Uhr, in Windeck-Herchen, in der Aula des Bodelschwingh-Gymnasiums, Bodelschwinghstr. 2. Bereits um 9 Uhr beginnt die Tagung mit einem Gottestdienst in der Evangelischen Kirche, Siegtalstr. 33, in Windeck-Herchen.
Die 156 Synodalen des regionalen Kirchenparlaments stellen die Weichen für die Zukunft des Kirchenkreises.

Die Arbeit in den 19 evangelischen Kindertagesstätten bildet einen Schwerpunkt in vielen Gemeinden der Region. Doch die ständig wachsenden pädagogischen Anforderungen, sich verändernde rechtliche Rahmenbedingungen etwa durch das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) und der erhebliche Verwaltungsaufwand stellen die Gemeindeleitungen vor große Herausforderungen.
Hier bietet der Kirchenkreis nun mit einem eigenen Referat für Kindertagesstätten Abhilfe: Eine gemeinsame Verwaltung der Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft. "Den Gemeinden steht frei, ihre Kitas in eigener Trägerschaft weiterzuführen oder an den Kirchenkreis abzugeben", erläutert Superintendentin Almut van Niekerk. "Nach einem längeren Vorbereitungsprozess stimmen die Synodalen jetzt über die Satzung des Referats ab." Veränderungsprozesse bräuchten ausreichend Zeit, um alle Folgen zu bedenken und sicherzustellen, dass alle Beteiligten mit ihren Anfragen ausreichend berücksichtigt werden, so die Theologin. Sollte die Synode das Referat beschließen, tritt die Änderung ab dem Kindergartenjahr 2019/20 in Kraft.

Abnehmende Mitgliederzahlen - durch Austritte, aber vor allem aus demographischen Gründen - und immer weniger Interessenten am Pfarrberuf bei anstehender Pensionierungswelle: Diesen strukturellen Herausforderungen will der Kirchenkreis frühzeitig begegnen. "Von den aktuell 73 Pfarrstellen werden bis 2030 knapp ein Drittel abgebaut", erklärt van Niekerk. "Das wollen wir nicht dem Zufall überlassen, sondern den Wandel bewusst steuern." Rechtzeitig sollen sich die Gemeinden Gedanken machen, wo Kooperationen sinnvoll sind und Synergien genutzt werden können. „Bis 2020 werden wir Ideen sammeln und daraus ein Konzept ableiten." So sollen Gemeindeglieder, Presbyterien und Stelleninhaber am notwendigen Prozess beteiligt werden.

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