Synode macht Kirchenkreis fit für die Zukunft

17.06.18
Foto: Sarala Hackenberg

Foto: Sarala Hackenberg

Pfarrer Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, sprach das Grußwort auf der Sommersynode des Evangelischen Kirchenkreises An Sieg und Rhein.

"Nachfolge heißt: veränderungsbereit zu sein, und hier werden die Weichen für die Zukunft der Kirche gestellt." Mit diesen Worten wandte sich Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, an die Teilnehmer und Gäste der Frühjahrssynode des Kirchenkreises An Sieg und Rhein. Der leitende Geistliche der Rheinischen Kirche war zu Gast in der Aula der Bodelschwingh-Schule in Windeck-Herchen, wo sich die Vertreter der 33 Gemeinden des Evangelischen Kirchenkreises trafen, um wichtige Entscheidungen für die Kirche in der Region zu treffen.

Synodale sagen ja zum kreiskirchlichen Kita-Referat

Nach vierjähriger Vorbereitung und engagierter Diskussion brachten die Synodalen das kreiskirchliche Kita-Referat als neue Einrichtung des Kirchenkreises auf den Weg. "So können wir die Gemeinden vom ständig wachsenden und anspruchsvollen Verwaltungsaufwand für die Trägerschaft eines Kindergartens entlasten und sichern gleichzeitig die hohe Qualität evangelischer Tageseinrichtungen ", erläuterte Pfarrer Dietmar Pistorius aus Troisdorf, der das Projekt zusammen mit Pfarrer Stefan Bergner aus Aegidienberg maßgeblich begleitet hat. So sei der Bildungsauftrag der Kirche auf einer solidarischen Basis gewahrt. Zusätzliche Kosten kommen dabei auf den Kirchenkreis nicht zu.

Demographischer Wandel und Austritte, gleichzeitig zukünftig immer weniger Pfarrerinnen und Pfarrer: Die Entwicklung der Evangelischen Kirche macht Veränderungen in langfristiger Perspektive notwendig. "Hier wollen wir rechtzeitig vorsorgen", betonte Almut van Niekerk, Superintendentin des Kirchenkreises und Vorsitzende der Synode. "Dabei sind Zwangsfusionen keine Option." Deswegen sollen die Gemeinden bis 2020 überlegen, welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit  es gibt. Viele verschiedene Kooperationsmodelle seien denkbar, Neues könne ausprobiert werden, so die Theologin.

Als neues Mitglied des Kreissynodalvorstandes (KSV), dem Leitungsgremium des Kirchenkreises, wurde mit überwältigender Mehrheit Doris Hochschild aus Wahlscheid gewählt. Die Nachwahl wurde notwendig, da Dr. Renate Kremer (Stieldorf-Heisterbacherrott) aus dem KSV ausgeschieden ist.

Breiten Raum nahmen die Berichte zu den Finanzen und der Anpassung der Verwaltungsstrukturen im Kirchenkreis ein. Auf Grund gesetzlicher Regelungen müssen neue Stellen und Abteilungen geschaffen werden, etwa für Bau und Liegenschaften oder Datenschutz. "Gleichzeitig können wir durch die neue Struktur aber auch die Gemeinden und ihre hauptsächlich ehrenamtlich besetzten Leitungsgremien von Verwaltungsarbeit entlasten und Zeit für das Wesentliche ermöglichen", sagte van Niekerk. "So wird es für Pfarrer und Presbyter leichter, sich den eigentlichen Inhalten der Gemeindearbeit zu widmen." Denn so hatte auch Präses Rekowski anlässlich des Abendmahlsgottesdienstes zu Beginn der Synode unterstrichen: "Bei allen Fragen um Finanzen oder Strukturen - es geht  immer zuerst um geistliches Leiten."

Auf einer Sondersynode am Freitag, 14. September 2018, in Neunkirchen-Seelscheid sollen die Finanz- und Verwaltungsfragen noch einmal ausführlich diskutiert werden. Erst dann kann auf der regulären Herbstsynode im November über den Haushalt 2019 entschieden werden.

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