Synode berät über starkes Ehrenamt und Jugendbeteiligung

16.06.19
Foto: Sarala Christensen
147 Delegierte und Gäste aus den 33 Kirchengemeinden des Kirchenkreises berieten sich am 15. Juni auf der Sommersynode des Evangelischen Kirchenkreises An Sieg und Rhein. Auf der Bühne sind Referent Dr. Steffen Bauer und der Kreissynodalvorstand zu sehen.

Kirche lebt von Menschen, die sich in ihr engagieren. Das zeigte sich wieder bei der diesjährigen Sommersynode des Kirchenkreises An Sieg und Rhein im Bodelschwingh-Gymnasium Herchen. 147 Delegierte und Gäste aus den 33 Kirchengemeinden des Kirchenkreises versammelten sich, um unter der Leitung von Superintendentin Almut van Niekerk über den Weg der Kirche in der Region zu beraten und zu entscheiden. Oberkirchenrätin Henrike Tetz von der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) war zu Gast und wünschte den Synodalen „muntere“ Verhandlungen.


Sommersynode des Kirchenkreises An Sieg und Rhein berät sich.

Dr. Steffen Bauer referierte zum Thema Ehrenamt
Nach einem Abendmahlsgottesdienst in der evangelischen Kirche Herchen stand das Ehrenamt auf dem Programm: Zu diesem für die Kirche im wahrsten Sinne "fundamentalen" Thema sprach Dr. Steffen Bauer. Der Pfarrer und Leiter der Ehrenamtsakademie in der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau machte mit viel Elan und praktischen Beispielen deutlich, was Menschen heute von einem "Ehrenamt" erwarten - und was die Kirche von diesen hoch motivierten Menschen an professioneller und verantwortungsvoller Mitarbeit erwarten kann.


Auf dem Foto: Dr. Stefan Bauer, Leiter der Ehrenamtsakademie in der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau

Bauer betonte besonders, das individuelle Profil ehrenamtlicher Mitarbeitenden im Blick zu behalten. Birgit Binte-Wingen (Freiwilligen-Agentur) und Andrea Eisele (Erwachsenenbildung) vom Kirchenkreis An Sieg und Rhein stellten ihre Angebote zur Unterstützung von Interessenten und Gemeinden vor, die in den Gemeinden auf großes Interesse stießen.

Finanzen
Am Nachmittag rückten Finanzen, Wahlen und das Projekt Jugendsynode in den Mittelpunkt der Verhandlungen: Dr. Dietmar Flösch, Vorsitzender des Finanzausschusses, erläuterte die Lage im Kirchenkreis. Durch die umfassende Umstellung des kirchlichen Finanzwesens in den vergangenen Jahren wird eine langfristige Finanzplanung erst Ende des Jahres möglich sein. Unterdessen prüfen die Dienststellen des Kirchenkreises in einer Aufgabenkritik, was unbedingt zu ihren Tätigkeiten gehört und ob sie diese auch effizient ausführen.

Jugend im Kirchenkreis beteiligen
Nach dem Erfolg der Jugendsynode auf Ebene der Landeskirche wurde die Idee diskutiert, bei der zweitägigen Herbstsynode des Kirchenkreises im November Jugendliche aus den Kirchengemeinden einzuladen und mit ihnen über Themen der Zeit zu reden. Zum Beispiel könnte das Thema "Frieden" unter Beteiligung der jungen Menschen debattiert werden. Jugendliche, die in den kommenden Jahrzehnten die Kirche mittragen, sollen stärker wahrgenommen und einbezogen werden.

Schutzkonzept
Das Thema "sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche" bewegt auch die evangelische Kirche. So wird unter Mitarbeit des Kinder- und Jugendreferats des Kirchenkreises der Rahmen für ein Schutzkonzept erarbeitet, das die Gemeinden - sofern nicht schon ein eigenes Konzept genutzt wird - einsetzen können. Das Schutzkonzept wird gemeinsam mit dem Partnerkirchenkreis Bonn erarbeitet.

Superintendentin Almut van Niekerk und Verwaltungsleiterin Elisabeth von Tiesenhausen hatten der Synode mit der Einladung einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen in Kirchenkreis und Verwaltung gegeben, zu dem die Synodalen Rückfragen stellen konnten.

Wahlen
Für das Leitungsgremium des Kirchenkreises, dem Kreissynodalvorstand (KSV), wurden zwei Presbyter gewählt: Raini Brehmer-Klosson (Niederkassel) und Erich Mundt (Wahlscheid) sind nun Teil der Leitung. Er besteht aus Haupt- und Ehrenamtlichen. In ihm sind - wie in allen Leitungsgremien der Landeskirche - rund ein Drittel Geistliche und zwei Drittel Nicht-Ordinierte vertreten.

Ebenfalls wurden die Synodalbeauftragten gewählt, die sich für den gesamten Kirchenkreis mit besonderen Themen befassen. Gewählt wurden Dr. Katharina Stork-Denker (Fortbildungen), Martina Palm-Gerhards (Arbeit mit Prädikanten), Simon Schilling (Konfirmandenarbeit) und Sebastian Schmidt (Christen und Juden).

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