Seit 40 Jahren: Oikocredit fördert nachhaltiges soziales Investment weltweit

02.05.19
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Oikocredit fördert nachhaltiges soziales Investment weltweit.

„Das, worüber alle reden, macht Oikocredit seit über 40 Jahren – privates Kapital sozial wirksam und ökologisch nachhaltig in den Ländern des Globalen Südens investieren“, sagte Helmut Pojunke, Geschäftsführer des „Oikocredit Westdeutscher Förderkreis e.V.“ anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Förderkreises in Bonn.

Im April 1979 wurde er gegründet, um Privatpersonen in der Region die Möglichkeiten zu geben, sich an der internationalen Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit zu beteiligen. Sie können ab 200 Euro Genossenschaftsanteile erwerben. Mit ihrem Kapital finanzieren sie Sozialunternehmen und Kooperativen in Afrika, Lateinamerika und Asien im Inklusiven Finanzwesen, in der Landwirtschaft und im Sektor Erneuerbare Energien. Im Vordergrund steht der soziale Nutzen, nicht die größtmögliche Rendite.

„Es ist ein Grundprinzip unserer Arbeit, die eigene Initiative und die breit vorhandenen Problemlösungskompetenzen vor Ort zu fördern“, betonte Pojunke. Die enge Zusammenarbeit mit den 700 Partnerorganisationen gewährleisten lokale Fachkräfte in weltweit 21 Länder- und Regionalbüros, „60 Prozent der Mitarbeitenden von Oikocredit arbeiten außerhalb von Europa“, so Pojunke weiter.

Das alles geschieht mit breiter Unterstützung von aktuell 57.000 engagierten Anleger*innen weltweit, die über eine Milliarde Euro in Projekten investieren. Das Konzept der Basisnähe und dezentralen Organisation ist auch für den Westdeutschen Förderkreis aufgegangen. Seit den Anfängen 1979 ist aus ihm ein Verein mit 6.900 Mitgliedern in NRW, Rheinland-Pfalz und Saarland geworden, der über 153 Millionen Euro in Oikocredit treuhänderisch investiert hat.

Beseitigung der Armut, Klimaschutz, Zugang zu Finanzierungen und Versicherungen, Ernährungssicherheit, Verbesserung von Bildung und Gesundheit, gleiche Rechte für Frauen: Das ist nur ein Ausschnitt an Zielen, für die sich die Genossenschaft über die Zusammenarbeit mit ihren Partnern in aller Welt engagiert.

Als Beispiele nachhaltiger Projekte führte Pojunke die Zusammenarbeit mit dem ruandischen Unternehmen Inyenyeri an, in das Oikocredit eine Million Dollar als Darlehen investiert. Inyenyeri will damit bis zum Jahr 2020 insgesamt 150.000 Haushalte mit sauberer und günstiger Koch-Technologie versorgen. Im Südosten Brasiliens arbeitet Oikocredit mit der Bio- und Fairtrade-zertifizierten Kaffee-Kooperative Coopfam zusammen, die gezielt Frauen für den Kaffee-Anbau und die Mitarbeit im Management gewinnt. Die Frauen produzieren ihre eigene Kaffee-Marke und betreiben ein Projekt, das ihnen mehr wirtschaftliche Unabhängigkeit ermöglicht und der Landflucht entgegen wirkt.

Der Westdeutsche Förderkreis eröffnete das Jubiläumsjahr am 6. April mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Ende der Wachstumsökonomie“ aus den unterschiedlichen Perspektiven des globalen Nordens und des globalen Südens und wird das ganze Jahr über zu Veranstaltungen in der gesamten Region einladen.

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