#LeaveNoOneBehind: Diakonie an Sieg und Rhein appelliert, Geflüchtete aus griechischen Lagern aufzunehmen

09.05.20

Schutz – ist eines der wichtigsten Worte in diesen Wochen. Es ist eindrucksvoll zu sehen, was hierzulande zum Schutz von Menschen vor Covid-19 möglich gemacht wird. Das muss auch für Geflüchtete gelten – für diejenigen, die auf griechischen Inseln an den Außengrenzen der Europäischen Union in menschenunwürdigen Lagern festsitzen. Deshalb schließen sich Mitarbeitende des Diakonischen Werks An Sieg und Rhein der Aktion #LeaveNoOneBehind an.

Sie machen sich stark für die Aufnahme von Geflüchteten in den Kommunen im Rhein-Sieg-Kreis. Ihre Aufnahme müsse schleunigst organisiert werden, um eine Ausbreitung des Virus in den Lagern und damit eine humanitäre Katastrophe zu verhindern, fordern die Diakonie-Mitarbeitenden. #LeaveNoOneBehind wurde von der Bewegung „Seebrücke“ initiiert und wirbt in verschiedenen Aktionen für die Aufnahme Geflüchteter aus griechischen Lagern.

Nächstenliebe gefragt

Superintendentin Almut van Niekerk, auch Vorsitzende der Diakonie An Sieg und Rhein, ruft das starke Krisenmanagement zum Virus hierzulande vor Augen und appelliert an unseren Willen zu Nächstenliebe, die grausame Lage der Geflüchteten zu verändern.

Schutzlos ausgeliefert

#LeaveNoOneBehind – diesem Aufruf verpflichten sich zahlreiche Menschen im Rhein-Sieg-Kreis, die diese Forderung in die Fenster ihrer Wohnungen oder Häuser hängen. Das tun auch diejenigen, die sich beruflich bei der Diakonie unter anderem für Geflüchtete im rechtsrheinischen Bonn und Rhein-Sieg-Kreis einsetzen.

Diakonie-Fachbereichsleiterin Michaela Teigelmeister mahnt, dass die hygienischen und medizinischen Bedingungen die Menschen in den griechischen Lagern schutzlos dem Virus ausliefern. Das gilt ganz besonders für minderjährige Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen. „Wir engagieren uns dafür, dass die Menschen nicht ihrem Schicksal überlassen werden.“

Beteiligen via Mail und Instagram

Mitmachen erwünscht: Die Diakonie-Mitarbeitenden hoffen auf Verstärkung und laden dazu ein, sich der Aktion #LeaveNoOneBehind anzuschließen und die Forderung ins Fenster zu hängen. Sie können auch ein Plakat der Diakonie downloaden, ausdrucken und aufhängen. Wer bei Instagram ist, kann den Appell mit dem Hashtag #LeaveNoOneBehind aufgreifen und direkt adressieren an @rheinsiegkreis.

Die Lage in den griechischen Hotspots – nicht nur im Lager Moria auf Lesbos – sei untragbar, heißt es auch in einem gemeinsamen Aufruf von zwei Fachverbänden in der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL), dem Fachverband Migration und Flucht und dem Fachverband für Erzieherische Hilfen. Der Titel des Aufrufs: „Menschlichkeit wahren: Jetzt Geflüchtete aus den Lagern Griechenlands aufnehmen“.

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