Fahrdienst ermöglicht Teilhabe

20.02.18
Foto: ekasur_jhp

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Die Freude über den gespendeten Kleinbus ist groß (li. Jutta Spoddig, 3. v. li. Fahrerin Hedi Fuchs)

Montags und demnächst auch donnerstags ist Hedi Fuchs mit dem im Herbst 2017 gespendeten Ford-Transit der Rundschau-Altenhilfe unterwegs. Die ehrenamtliche Fahrerin des Sozialpsychiatrischen Zentrums Troisdorf (SPZ) holt Seniorinnen und Senioren zuhause ab, bringt sie zu den Gruppenangeboten des SPZ und fährt sie anschließend wieder sicher nach Hause. Ohne diese Mobilitätsunterstützung könnten ihre Fahrgäste nicht an den Freizeitangeboten des SPZ-Arbeitsbereiches „Hilfe für Menschen im Alter“ teilnehmen. Selbständig zu kommen, ist aufgrund von Einschränkungen nicht möglich. „Für diese Menschen ist der Fahrdienst eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und die Aufrechterhaltung eigenständiger Kontakte, trotz der psychischen Erkrankung“, sagt Jutta Spoddig, Leiterin der Hilfen für Menschen im Alter.

Möglich ist die Mobilitätshilfe, weil viele Menschen durch großzügige Spenden die Rundschau-Altenhilfe DIE GUTE TAT unterstützten, die Ford-Werke günstige Konditionen für den Auto-Kauf einräumten und Hedi Fuchs ihre Zeit zur Verfügung stellt. Für ihr freiwilliges Engagement hat die Fahrerin vorher noch eine Schulung für die Begleitung von Menschen mit Demenz absolviert.

Gruppe oft einziger Fixpunkt im Wochenablauf

Drei Gruppen steuert Hedi Fuchs wöchentlich mit ihren Fahrgästen an. Montags treffen sich bis zu 15 orientierte Senioren im Alter von 66 bis 92 Jahren im SPZ. Die meisten Teilnehmenden leben alleine. Die Gruppe bedeutet für sie Kontakt, Anregung, gegenseitige Unterstützung und Ermutigung und ist oft der einzige Fixpunkt im Wochenablauf. Auf dem Programm stehen Gespräche, leichte Gedächtnisübungen, Singen, Bewegung, Kaffeetrinken sowie jahreszeitliche Themen.

Im Alfred-Delp-Altenzentrum findet donnerstags zwischen 14.30 und 17.30 Uhr eine Betreuungsgruppe für Menschen mit Demenz statt. Auch hier geht es um Anregung, Kontakt und Beschäftigung. „Demenz führt häufig zu Vereinsamung, „normale“ Seniorenangebote können nicht mehr wahrgenommen werden. Unter ihresgleichen fühlen sich die Gruppenteilnehmenden dagegen sicher und können sich den persönlichen Fähigkeiten entsprechend beteiligen“, erläutert Jutta Spoddig. Die Angehörigen wiederum könnten in der Gruppenzeit eigenen Aktivitäten nachgehen und erführen damit Entlastung im anstrengenden Pflegealltag.

Strategien, um im Alltag besser klar zu kommen

In der Gruppe für Menschen mit beginnender Demenz treffen sich donnerstags von 14.30 bis 16 Uhr fünf Erkrankte im SPZ, die sich aktiv mit ihrer Erkrankung auseinandersetzen. Im Erfahrungsaustausch, der durch eine Fachkraft moderiert wird, erleben sie gegenseitige Unterstützung und Stärkung. Sie informieren sich über Hilfen und entwickeln Strategien, um im Alltag besser klar zu kommen. Mit der Demenz geht eine Orientierungsstörung einher, die selbständige Mobilität nicht mehr zulässt. Gut, dass der Fahrdienst kommt und die Gruppenmitglieder sicher ins SPZ und wieder nach Hause fährt.  

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