Diakonie: Kronenkreuze als Dank für verdienstvolle Arbeit

13.02.20
Heike Wnuck (l.) und Gabriele Gassen erhalten das Kronenkreuz der Diakonie.

Sie sind beide seit einem Viertel Jahrhundert bei der Suchthilfe des Diakonischen Werks An Sieg und Rhein tätig. Grund genug für ein großes Dankeschön: Gabriele Gassen und Heike Wnuck erhalten das Kronenkreuz der Diakonie.

„Ich bin immer sehr gern für Randgruppen da. Für Menschen, die keine Lobby haben.“ So erläutert Gabriele Gassen (65), warum sie gern bei der Suchthilfe des Diakonischen Werks An Sieg und Rhein arbeitet. Dort ist sie die Teamleiterin Verwaltung – und weil sie das mittlerweile seit 25 Jahren ist, wird sie das Kronenkreuz der Diakonie erhalten. Die Auszeichnung wird am 16. Februar verliehen.

Eine „tolle Auszeichnung“, wie Gabriele Gassen sagt. Ihr Kommentar: „Je älter ich werde, umso wichtiger finde ich Symbole und Traditionen.“ Das Kronenkreuz empfindet sie als hohe Wertschätzung. „Ich genieße es, obwohl ich nicht gern im Mittelpunkt stehe.“

Gerne geblieben

Als Teamleiterin Verwaltung hat Gabriele Gassen keineswegs einen stillen zurückgezogenen Büroarbeitsplatz, sondern einen absolut turbulenten, berichtet die Frau, die sich auch kommunalpolitisch in St. Augustin engagiert. IBM und das Amtsgericht in Königswinter gehörten zu früheren beruflichen Stationen.

Als sie vor mittlerweile gut 25 Jahren zum damals noch Drogenhilfe genannten Dienst kam, sei der Anfang durchaus schwer gewesen, erzählt die gelernte Rechtsanwaltsgehilfin. Damals musste sie als Witwe die beiden Töchter allein großziehen. Umso glücklicher war sie, hilfsbereite Kolleginnen zu haben. „Das war beispiellos. Deshalb bin ich so viele Jahre hier geblieben.“

Eine Anerkennung

Auch Diplom-Pädagogin Heike Wnuck feiert das Jubiläum von 25 Jahren, freut sich über die bevorstehende Verleihung des Kronenkreuzes als „Anerkennung des Arbeitsgebers". Sie kam zur damaligen „Drogenhilfe“ mit einer halben Stelle für das Modellprojekt „FachberaterIn Methadon“. Die Stelle war im Kontaktladen Café KoKo angesiedelt, war befristet, wurde verlängert, wurde aufgrund einer Elternzeitvertretung auf vollen Stundenumfang aufgestockt. Zeitweilig absolvierte Heike Wnuck berufsbegleitend ein Lehramtsstudium Pädagogik/Sozialwissenschaften, schloss es mit dem 1. Staatsexamen ab.

Im Laufe der Jahre wechselten die Aufgaben von Heike Wnuck, heute sind es die Psychosoziale Begleitung substituierter Klienten und die Sozialpädagogische Familienhilfe. Derzeit arbeitet die 53-Jährige aus familiären Gründen nicht Vollzeit.

Sinnvolles Arbeiten

„Ich arbeite deshalb so gerne in meinem Bereich, weil mir die Arbeit mit Menschen Spaß macht, ich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt werde und ich die Arbeit als sinnvoll empfinde“, sagt die Pädagogin. Als schwierig empfindet sie allerdinge eine zunehmende Bürokratie, etwa die Anträge bei Kostenträgern und Dokumentationen, und die „oftmals begrenzten Möglichkeiten, effektive Hilfen leisten zu können“, beispielsweise im Blick auf die Stellung von Wohnraum und die Vermittlung in Arbeit.

Mit Kronenkreuz wird zum einen das Logo der Diakonie bezeichnet, zum anderen die Auszeichnung für verdiente beruflich oder ehrenamtliche Mitarbeitende der Diakonie. Optisch und inhaltlich geht es um dasselbe: Das Kreuz mit den beiden Bögen symbolisiert das Kreuz als Hinweis auf Not und Tod, die Krone als Zeichen der Hoffnung und Auferstehung. In ihrer Verbindung zeugen sie von der Zuversicht, Not zu überwinden, weil Jesus Christus Not und Tod überwunden hat.

Verleihung im Gottesdienst

Die Verleihung des Goldenen Kronenkreuzes an Heike Wnuck und Gabriele Gassen findet statt am Sonntag, 16. Februar, 11 Uhr, im Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche der Evangelischen Friedenskirchengemeinde Troisdorf, Am Wildzaun 14, 53842 Troisdorf-Oberlar. Die Leitung von Gottesdienst und Kronenkreuzverleihung liegt bei Ulrich Pollheim, Gemeindepfarrer in Troisdorf und Diakonie-Vorstandsmitglied.

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