"Anderen helfen macht glücklich" - FSJ-Stelle ausgeschrieben

20.06.18
Foto: Sarala Hackenberg

Foto: Sarala Hackenberg

Johannes Pflümer berichtet von seinem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ).

Ein Jahr lang hat Johannes Pflümer im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) intensiv mit Menschen aus anderen Kulturen gearbeitet. Nun sucht die Diakonie einen jungen Menschen für die Nachfolge. Über seine Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit in der Evangelischen Kirchengemeinde Niederpleis und Mülldorf berichtet er im Interview.

Was hat Sie damals bewogen, sich auf gerade diese FSJ-Stelle zu bewerben?
Ich habe nach meinen Abiturprüfungen im Mai 2017 ein paar Wochen in einem Deutschkurs für Geflüchtete in Lohmar gearbeitet. Da habe ich schon gemerkt, dass ich sehr viel Spaß daran habe, diesen Menschen ein bisschen dabei zu helfen, dass sie hier in Deutschland einen Neuanfang für ihr Leben hinbekommen. Da ich auf jeden Fall ein FSJ machen wollte, fand ich diese Stelle sehr interessant und habe mich darauf beworben.

Welche Tätigkeiten haben Ihnen besonders Spaß gemacht?
Das sind zwei verschieden Sachen. Zum einen hatte ich sehr viel Spaß daran, mit den Kindern der Geflüchteten zu arbeiten. Es war schön zu sehen wie neugierig sie sind, aber auch wie schnell sie Neues lernen, wie zum Beispiel die Sprache.
Zum anderen war ein spezieller Ausflug für mich ein großes Highlight: Im Januar bin ich mit einer Gruppe von geflüchteten Jugendlichen und Jugendlichen aus der Kirchengemeinde Niederpleis und Mülldorf nach Köln ins Stadion gefahren. Da ich selber großer FC-Fan bin hatte ich sehr viel Spaß daran, den Menschen diese Tradition in Köln zu zeigen. Und spätestens nach dem ersten Kölner Tor standen auch die Geflüchteten und haben gemeinsam „Kölle Alaaf“ gesungen.

Gab es auch schwierige Aufgaben? Wie konnten Sie die bewältigen?
Schwierige Aufgaben sind für mich immer dann entstanden, wenn jemand, den ich über die Zeit meines FSJs kennengelernt habe, die Nachricht bekam, dass seine Zukunft in Deutschland schwierig werden könnte. Sei es die Information über die eigene bevorstehende Abschiebung oder die eines Freundes. Aber auch die Nachricht, dass die Familie in schrecklichen Kriegsgebieten bleiben muss und nicht nachkommen kann. In solchen Situationen habe ich dann das Gespräch mit den Menschen gesucht. Aber tröstende Worte zu finden ist in einer solchen Lage nicht so einfach.
Und wenn derjenige dann tatsächlich abgeschoben wird oder untertaucht wurde es auch für mich schwierig. Denn ich habe doch recht schnell Freundschaften mit einigen Geflüchteten geschlossen.

Was hat Ihnen das FSJ persönlich gebracht? Welche Erfahrungen nehmen Sie mit?
Ich habe durch mein FSJ nochmal sehr viel dazu gelernt wie man mit seinen Mitmenschen umgehen kann. Ich habe gelernt, dass man, wenn man selber dazu in der Lage ist, glücklich werden kann, wenn man andere Menschen, denen es schlechter geht, unterstützt. Ich habe aber auch gelernt, dass diese Unterstützung zum großen Teil aus Hilfe zur Selbsthilfe bestehen sollte und man sich dabei trotzdem nicht selber vergessen soll, sondern nur so viel Hilfe leisten soll wie man kann.

Wer Lust hat, nach der Schule spannende und herausfordernde Aufgabe anzupacken, findet die Stellenausschreibung hier: https://www.ekasur.de/kirchenkreis/stellenangebote/

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