Neues Siegel „Interkulturell orientiert“ bietet Starthilfe

23.10.17
Foto: Rhein-Sieg-Kreis

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Bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung im Siegburger Kreishaus

Integration ist keine Einbahnstraße, sie gelingt dann, wenn Zuwanderer wie Einheimische sich öffnen und aufeinander zu gehen. Diese „Interkulturelle Öffnung“ betrifft unsere Gesellschaft auf allen Ebenen. Nur wie anfangen? Starthilfe bietet das neue Siegel „Interkulturell orientiert“, ein Kooperationsprojekt des Rhein-Sieg-Kreises mit den Integrationsagenturen des Caritasverbandes Rhein-Sieg e.V., der Diakonie An Sieg und Rhein und der Kurdischen Gemeinschaft Rhein-Sieg/Bonn. Sie unterstützen Verwaltungen, Institutionen und Organisationen in kommunaler Trägerschaft auf dem Weg der interkulturellen Öffnung.

Vielfalt als Chance

Pilotkommunen sind die Städte Niederkassel und Meckenheim. Bis zur Verleihung des Siegels erhalten sie individuelle und kostenlose Unterstützung durch das Projekt. Am Anfang steht die Bestandsaufnahme: Gibt es bereits ein interkulturelles Leitbild? Wie sieht die personelle Situation im Hinblick auf die kulturellen Hintergründe aus? Gibt es mehrsprachiges Informationsmaterial? Der Zertifizierungsprozess soll helfen, eigene Einstellungen zu reflektieren, Vielfalt als Chance zu sehen, für Neues offen zu bleiben. Gemeinsam mit den In-tegrationsagenturen entwickeln die Kommunen Handlungsempfehlungen und leiten erste Maßnahmen ein - stets getreu dem Motto des Siegels: „Wer verstehen will, muss manchmal die Perspektive ändern.“

Der Beratungsprozess bis zur Verleihung des Siegels „Interkulturell orientiert“ dauert rund ein Jahr. Nach weiteren zwölf Monaten wird der Zwischenstand begutachtet und eventuell nachjustiert. Im dritten Jahr prüft eine Jury, ob die Voraussetzungen für die Re-Zertifizierung stimmen. Das Prüfungsgremium besteht aus den Leitungen der drei Integrationsagenturen, dem Kommunalen Integrationszentrums des Rhein-Sieg-Kreises und der Leitung des Sozialamtes bzw. des Sozialdezernates.

Das Siegel soll Schule machen

Startschuss für das neue Siegel war die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen Landrat Sebastian Schuster und den Geschäftsführern der Träger der drei Integrationsagenturen im Rhein-Sieg-Kreis: Harald Klippel (Caritas), Patrick Ehmann (Diakonie) und Musa Ataman (Kurdische Gemeinschaft). Während der Veranstaltung im Siegburger Kreishaus zeigte sich Kreisdirektorin Annerose Heinze hoffnungsfroh:  „Wir lassen den Worten nun Taten folgen und ich hoffe, dass dieses Kind – das Siegel „Interkulturell orientiert“, das es in der Form in ganz NRW nicht gibt – Schule macht.“

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Download der Broschüre
"Das Siegel - Interkulturell orientiert"

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