12 000 Euro für mehr Teilhabe und Chancengleichheit

31.01.18
Foto: ekasur_jhp

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Spendenübergabe (v.l.): Guido Schiefen, Patrick Ehmann, Christian Brand, Harald Klippel, Rainer Land und Kirsten Felgner

Der Inhalt des Sparschweins löste große Freude aus. 12 000 Euro konnten der Caritasverband Rhein-Sieg und das Diakonische Werk An Sieg und Rhein von Christian Brand entgegen nehmen, dem Geschäftsführer der Stiftungen der Kreissparkasse Köln. Ermöglicht haben das die Besucher der Kammermusikreihe „Klassik-Bühne Rhein-Sieg“, die jährlich von der Kreissparkassenstiftung im Rhein-Sieg-Kreis veranstaltet wird. Der Eintritt zu den fünf hochkarätigen Konzerten war kostenfrei, stattdessen wurde das Publikum um eine Spende für die Suchthilfen beider Wohlfahrtsverbände gebeten. Das Geld fließt zu gleichen Teilen an Caritas und Diakonie, die damit ihre gemeinsam aufgebauten Beratungs- und Unterstützungsangebote für Kinder suchtkranker Eltern im Rhein-Sieg-Kreis weiter entwickeln können.

Deutlich erhöhtes Erkrankungsrisiko

„Über drei Millionen Kinder und Jugendliche haben in Deutschland mindestens einen suchtkranken Elternteil. Etwa ein Drittel von ihnen entwickelt im Lauf des Lebens ebenfalls eine Suchterkrankung, ein weiteres Drittel zeigt psychische oder soziale Störungen“, betonte Diakonie-Geschäftsführer Patrick Ehmann bei der Spendenübergabe. „Es handelt sich hier also nicht um eine kleine gesellschaftliche Randgruppe sondern um viele betroffene Kinder mit einem deutlich erhöhten Erkrankungsrisiko“, ergänzte Harald Klippel, Geschäftsführer der Caritas.

In Siegburg, Troisdorf, Eitorf und Bornheim bieten die Wohlfahrtsverbände deshalb seit 2016 verschiedene Gruppen für Kinder und Jugendliche unter sozial-pädagogischer Leitung an und auch die Eltern treffen sich regelmäßig. Dazu kommen Einzelberatung, Fahrdienste und gemeinsame Ausflüge. „KisE“ (Kinder suchtkranker Eltern) / „Chance for kids“ heißt das Projekt. „Die Spende ermöglicht uns im Sommer mit den Jugendlichen beispielsweise ein Wochenende in der Eifel zu verbringen oder das Phantasialand zu besuchen“, sagte Caritas-Mitarbeiterin Susanne Busch bei der Spendenübergabe. Solche Extras seien sonst nicht drin, da die Finanzierung durch den Rhein-Sieg-Kreis und eine Stiftung im Wesentlichen die Personalkosten deckten.

Viele Kinder fühlen sich isoliert und einsam

„Scham ist das Grundgefühl vieler Kinder suchtkranker Eltern. Sie schämen sich für ihre Eltern und versuchen zugleich alles, um sie zu schützen“, beschrieb Andrea Brochhaus von der Diakonie die Situation der Kinder. Niemand außerhalb der Familie solle erfahren, dass Vater oder Mutter ein Suchtproblem haben. Viele fühlten sich unter Gleichaltrigen isoliert und einsam. Nicht selten erledigten die Kinder den Haushalt und versorgten die jüngeren Geschwister. Gerade deshalb seien Gruppenangebote so wichtig für die Kinder, denn „trotz der Sucht der Eltern, brauchen die Kinder Ermutigung, dass sie nicht schuldig sind und das Recht haben, Kind zu sein, zu spielen, die Welt zu entdecken, Freundschaften zu entwickeln und die eigenen Fähigkeiten zu erproben.“

Daran anknüpfend zeigte sich auch Christian Brand von der Kreissparkassenstiftung bei der Übergabe des Sparschweins sehr erfreut über den hohen Spendenbetrag der Besucher der Klassik-Bühne. „Diese Kinder brauchen unsere Hilfe, sie sollen die gleichen Chancen auf ein unbeschwertes Leben haben wie andere Kinder auch.“

Kontakt

Diakonie-Suchthilfe
Hilfe für Kinder suchtkranker Eltern

Poststr. 91
53840 Troisdorf

022 41 - 25 444-0
brochhaus@diakonie-sieg-rhein.de

Caritas-Suchtkrankenhilfe
Wilhelmstr. 155-157
53721 Siegburg

022 41 – 12 09-302
suchtkrankenhilfe.siegburg@caritas-rheinsieg.de 

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